Klotzsche (FDP): Wasserstoffbusse und Schnellladesäulen für Fulda und die Region

27.09.2021

Mario Klotzsche, Vorsitzender der Freien Demokraten im Kreistag Fulda erklärt: „Wir wollen und müssen beim Klimaschutz mehr tun. Der Verkehrsbereich ist besonders gefordert, da wir hier, im Gegensatz zu allen anderen Sektoren, fast keine Verringerung der CO2-Emissionen gegenüber 1990 sehen. Die Lösung sind aber nicht Verbote, sondern neue Technologien und Antriebe.“

Klotzsche weiter: „Die EU hat klare Vorgaben für die Beschaffung von Fahrzeugen durch die Kommunen, also Gemeinden und Landkreise, gemacht. Davon sind insbesondere auch die Busse im ÖPNV betroffen. Im Juni diesen Jahres wurden die Vorgaben durch das Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge in nationales Recht umgesetzt. Mindestens 45 Prozent der Fahrzeuge und Busse, die durch die öffentliche Hand angeschafft werden, müssen danach über saubere Antriebe verfügen. Die Quote steigt später sogar auf 65 Prozent. Neben Bussen sind auch die kommunalen Fuhrparke, Stadtreinigung, Bauhof usw. betroffen. Emissionsfreie Fahrzeuge im Sinne der EU sind neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Brennstoffzellenfahrzeuge, die Wasserstoff nutzen.“

Chance für Landkreis Fulda – Gemeinsame Strategie gefordert

Klotzsche weiter: „Wir setzen besonders auf Wasserstoffbusse und beantragen deshalb im Kreistag, die gemeinsame Anschaffung von Brennstoffzellenfahrzeugen durch Landkreis und Kommunen durch einen Prüfauftrag auf den Weg zu bringen. Der Bund fördert Anschaffung und Infrastruktureinrichtungen von wasserstoffbasierten Fahrzeugen. Für das Umstellen der Busflotten, das Umrüsten der Betriebshöfe und Machbarkeitsstudien stehen bis 2025 mehr als eine Milliarde Euro bereit. So können durch das in diesem Monate gestartete Programm bis zu 80 Prozent der Mehrkosten gegenüber Dieselbusen refinanziert. Diese Chancen sollten wir im Landkreis Fulda prüfen und eine gemeinsame Strategie für die Umrüstung der Fahrzeugflotten umsetzen. Für Wasserstoffbusse spricht vor allem die Reichweite von 400 Kilometern, die schnelle Betankung und das relative geringe Eigengewicht, was besonders in bergigen Regionen ein Vorteil ist. Die Wiesbadener Verkehrsbetriebe und die Verkehrsgesellschaft in Frankfurt sind beim Thema Wasserstoffbusse bereits vorangegangen und haben zehn bzw. 13 solcher Fahrzeuge bestellt. In den kommenden Jahren sollen in Frankfurt sogar über 200 Wasserstoffbusse fahren.“

Klotzsche weiter: „Ein weiteres Thema ist der Ausbau der Schnellladesäulen für E-Autos. Es gibt immer mehr reinelektrische PKW, auch bei uns in der Region. Leistungsfähige Schnellladesäulen sind aber noch sehr selten. Der Bund stellt jetzt zwei Milliarden Euro zur Verfügung, um die Infrastruktur für E-Mobilität aufzubauen. Auch hier gilt es sicherzustellen, dass wir als Region vorne dabei sind, um unsere Standortvorteile mit der zentralen Lage auch im Zeitalter der E-Mobilität ausspielen zu können. Deshalb möchten wir den Kreisausschuss darum bitten, entsprechende Initiativen im Landkreis positiv zu begleiten und interessierte private und öffentliche Unternehmen zu unterstützen.“

Bild Louis Droege – Unsplash